Hotel, Restaurant, Systemgastronomie – dies sind nur drei von vielen Beispiele für Betriebe, die zum Gastgewerbe zählen. Für den (angehenden) Koch ist die Wahl des richtigen Betriebes oft eine Herausforderung, denn nicht nur die Arbeit im Gastgewerbe selbst ist vielschichtig, auch die Betriebe sind es. Jeder hat seine Eigenarten und unterscheidet sich sowohl in der Größe als auch im Angebot für den Gast.

Welche Betriebe es im Gastgewerbe gibt, wie sie kategorisch eingeordnet werden und wo die Unterschiede liege, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Bewirtungsbetriebe

Die beiden wichtigsten Betriebe dieser Kategorie, die besonders auch für eine Ausbildung im Gastgewerbe relevant sind, sind zum einen das Restaurant und zum anderen die Systemgastronomie. Zu den Bewirtungsbetrieben zählen darüber hinaus aber auch Kantinen, Imbissstände, Cafés und Schnellrestaurants ebenso wie Discotheken und Bars – kurzum alle Betriebe, in denen Speisen und Getränke für den Verzehr vor Ort angeboten werden.

 

Restaurant

Das Restaurant hebt sich von den anderen Bewirtungsbetrieben in mehreren Bereichen ab. Die Auswahl der Speisen und Getränke ist meist größer und überzeugt in der Regel auch durch eine höhere Qualität. Der Gast kann davon ausgehen, dass die Gerichte frisch und von Fachkräften zubereitet werden. Hinzukommt, dass in einem klassischen Restaurant ein entsprechender Service und darüber hinaus auch ein höherer Komfort geboten werden.

 

Systemgastronomie

Das wesentliche Merkmal der Systemgastronomie ist die standardisierte Unternehmensstruktur. Betriebe dieser Kategorie gehören in der Regel Ketten an bzw. sind auf Franchise-Systeme ausgerichtet. Arbeitsabläufe, Gestaltung der Räume sowie Zubereitung, Anrichteweise und Geschmack der Speisen sind fest definiert und in allen Filialen der Kette gleich. Der Vorteil für den Gast liegt dabei vor allem darin, dass er in jedem Betrieb der entsprechenden Kette das gleiche Angebot und auch den gleichen (gewohnten) Geschmack erwarten kann – ganz gleich ob er eine Filiale in Berlin oder in Amsterdam betritt. Klassische Beispiele für die Systemgastronomie sind Franchise-Unternehmen wie Vapiano oder Subway.

 

Beherbergungsbetriebe

In die Kategorie der Beherbergungsbetriebe fallen solche Unternehmen, die Ihren Gästen Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Die wichtigsten Betriebe sind hier vor allem das Hotel, das Hotel garni, der Gasthof, die Pension und das Motel. Darüber hinaus fallen auch beispielsweise auf Jugendherbergen, Kurkliniken und Privatzimmer.

 

Hotel

Das Hotel bietet eine große Anzahl an Zimmern bzw. Betten und kann somit viele Gäste gleichzeitig beherbergen. Entsprechend umfangreich ist auch die Auswahl der Speisen und Getränke. Je nach Art und Größe des Hotels werden Frühstück, Mittag- und Abendessen angeboten, teilweise in Buffetform oder auch à la carte. Darüber hinaus gehören Fachkräfte in Küche, Service und den übrigen Bereichen zum Standard eines Hotels. In gehobener Klasse kann der Gast zudem eine anspruchsvolle Zimmerausstattung und persönlichen Service erwarten.

 

Hotel garni

Der französische Begriff „garni“ bedeutet wörtlich „mit Mobiliar“. Diese Kategorie der Beherbergungsbetriebe wird nicht umsonst umgangssprachlich auch „Hotel gar nix“ genannt. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Hotel mit geringem Bewirtungsangebot. In der Regel beschränkt sich die Auswahl auf ein kleines Frühstück sowie teilweise auch Snacks und kalte Speisen. Diese Betriebe haben meist nur eine kleine Bettenanzahl und werden privat geführt.

 

Gasthof

Ein Gasthof (auch Gasthaus genannt) ist in der Regel in ländlicheren Gegenden zu finden. Er bietet meist eine kleine Anzahl an Betten an und zeichnet sich durch eine einfache Ausstattung aus. Sowohl für Hausgäste als auch Passanten werden Speisen und Getränke zum Verzehr vor Ort angeboten.

 

Pension

In dieser Kategorie finden Gäste eine meist kleine Anzahl an Betten sowie ebenfalls eine einfache Ausstattung der Zimmer. Pensionen unterscheiden sich insofern von den anderen Beherbergungsbetrieben, als dass sie nur ihre Hausgäste, nicht aber Passanten bewirten.

 

Motel

Das Motel ist ein Hotelbetrieb, das speziell auf Kraftfahrer ausgerichteten ist und einen Standort mit Nähe zur Autobahn oder Landstraße inklusive angebundenen Parkmöglichkeiten bietet.

 

Wohin soll es gehen im Gastgewerbe?

Es gibt noch viele weitere Kategorien für Bewirtungs- und Beherbergungsbetriebe. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat hierzu eine umfangreiche Liste angelegt.

Die in diesem Beitrag aufgeführten Betriebsarten gehören zu denen, die dir womöglich am Häufigsten als Gast und im Berufsalltag begegnen werden. Die Auswahl und Abwechslung ist groß Jeder Betrieb hat seine Eigenheiten und somit auch Vor- und Nachteile sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeiter. Ob du deinen Ausbildungsvertrag lieber für die Lehre in einem Hotel oder Restaurant abschließt bzw. dich für einen anderen Betrieb entscheidest, hängt letztendlich auch von deinen Interessen und deiner Zukunftsplanung ab.

 

„Gastfreundschaft besteht aus ein wenig Wärme, ein wenig Nahrung und großer Ruhe.“ – Ralph Waldo Emerson

Hast du deine Entscheidung schon getroffen?